Aktuell

30 Jahre Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg

Am 18. April 2026 feiert der Landschaftspflegeverband Aichach‑Friedberg sein 30‑jähriges Bestehen – drei Jahrzehnte engagierter, kooperativer und erfolgreicher Naturschutz im Wittelsbacher Land.

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 arbeitet der LPV daran, die einzigartige Kulturlandschaft unseres Landkreises zu erhalten und zu fördern. Der Verband wurde mit dem Ziel gegründet, Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft zu sichern, Lebensräume zu pflegen und neue Biotope zu schaffen. Schon damals wie heute geschieht dies nicht durch Zwang, sondern durch freiwillige und partnerschaftliche Zusammenarbeit – mit Gemeinden, Landwirten, Naturschutz.

Mit inzwischen rund 70 Mitgliedern, darunter der Landkreis und 23 Gemeinden sowie Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz, hat sich der LPV als feste Größe im kooperativen Naturschutz etabliert. Unterstützt von zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben werden Pflegemaßnahmen an wertvollen Flächen, Biotopneuschaffungen, Renaturierungen, Gewässergestaltungen und die Pflege von Ausgleichsflächen umgesetzt. Insgesamt betreut der Verband heute rund  300 Hektar ökologisch wertvolle Flächen und prägt damit maßgeblich das Erscheinungsbild einer artenreichen und lebendigen Landschaft im Landkreis Aichach‑Friedberg.

Diese Erfolge der vergangenen 30 Jahre sind nur möglich durch die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen – unseren Partnern aus Kommunen, Landwirtschaft, Naturschutz. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken.    

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Chronik des Landschaftspflegeverbands – 30 Jahre Entwicklung 

1996 – Gründung des Landschaftspflegeverbands
Der Landschaftspflegeverband (LPV) wurde 1996 gegründet. Wie in der gesamten Landschaftspflegebewegung üblich, entstand der Verband vor dem Hintergrund der bayerischen und bundesweiten Entwicklung seit den 1980/90er‑Jahren, die eine kooperative Form des Naturschutzes zwischen Landwirtschaft, Kommunen und Naturschutz (Drittelparität) etablierte.

1996-1999 bestand noch nicht der ausreichende politische Wille, die notwendigen finanziellen Mittel und geeigneten Rahmenbedingungen für den Verband bereitzustellen bzw. zu schaffen. Daher erfolgte die Geschäftsführung zunächst ehrenamtlich durch Mitarbeitende der unteren Naturschutz-behörde. Erst wenn der Verband finanziell und strukturell etabliert ist, sollen hauptamtliche Strukturen wie eine Geschäftsführung aufgebaut werden.

1999–2013 erste Geschäftsführung
In dieser langen Anfangsphase arbeiteten die Verantwortlichen mit sehr begrenzten Ressourcen. Die Geschäftsführung blieb zunächst bei einer 50%-Stelle. Trotz dieser Einschränkungen gelang es dem Verband kontinuierlich die Pflegeprojekte umzusetzen. Es wurden zahlreiche Flächen für die Natur „hergerichtet“. Zum Beispiel wurden mit dem Bagger im Ecknachtal und Eisenbachtal bei Rohrbach zahlreiche Nasswiesenbiotope erschaffen wie flache Tümpel für Amphibien, Uferabflachungen und naturnahe Grabengestaltungen. Moorflächen wurden z. B. im Rossmoos und im Rindermoos renaturiert. Die Hot-Spots der Biodiversität in den Lechheiden und den Mager- und Feuchtstandorten im Hügelland wurden fachgerecht gepflegt und entwickelt.

2014 – Einrichtung einer hauptamtlichen Geschäftsführung und Ge-schäftsstelle
In diesem Jahr wurde erstmals eine Vollzeitstelle als Geschäftsführung eingerichtet.Damit begann ein neues Kapitel: Die Professionalisierung ermöglichte es, Projekte strukturiert zu planen, Fördermittel einzuwerben und operative Abläufe im Verband deutlich zu verbessern.

2015 – Beginn der Tätigkeit als Dienstleister für Ausgleichsflächenpflege
Ausgleichsflächen werden oftmals zwar hergestellt aber leider bei der langfristigen Pflege vernachlässigt, was die Qualität der Fläche für die Artenvielfalt erheblich mindert. Ab 2015 übernahm der LPV die Pflege von Ausgleichsflächen als Dienstleister für Kommunen Firmen und Privat-personen. Damit öffnete sich ein wichtiger Tätigkeitsbereich, der inzwischen ein Kernbestandteil vieler LPVs in Bayern ist. Die Ausgleichsflächen konnten damit zu wertvollen Rückzugsräumen für gefährdete Arten werden.

2018 – Verwaltungskostenpauschale ermöglicht Ausbau
Seit 2018 stellt das Bayerische Staatsministerium ein Pauschalförder-instrument für Verwaltungskosten bereit. Dies wurde bayernweit eingeführt, um LPVs planbarer und stabiler zu finanzieren.Diese Neuerung ermöglichte es dem Verband, dauerhaft zusätzliches Personal zu finanzieren und neue Projekte vorzubereiten.

Ab 2020 – Ausbau der Projektarbeit durch mehr Personal
-Kiebitzbrutplatzmanagement
-Trollblumen-Projekt
-Natürlich Bayern – Insektenlebensräume
-Grünlandprojekt Wittelsbacher Land
-Rasch-Projekt

2025 – Mittelkürzungen
Im Jahr 2025 kam es zu einem deutlichen Einbruch in der Finanzierung.
Die Kernaufgaben des Verbands – wie die Pflege von Biotopen– konnten dadurch nur über zahlreiche Zwischenlösungen und Notfallstrategien aufrechterhalten werden.

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Natur Erleben im Wittelsbacher Land 

Lernen Sie unsere Arbeit kennen und begleiten Sie uns auf abwechslungs-reichen Exkursionen. Entdecken Sie, wo und wie wir aktiv zum Naturschutz beitragen.

Flyer Führung Sortenerhaltungsgarten

Flyer alle Führungen